About

Photo: Herbert Beermann

Markus Rock was born in 1962 in Solingen/Germany and began his career as a make-up artist, stylist and production designer before he began to use photography as his preferred medium of expression. After having worked over 25 years with international high-profile clients such as Vivien Westwood, Harper’s Bazaar, Madame, Levis, MTV and Sony Music in San Francisco, Munich, Paris and Barcelona, he left the world of fashion and media, and moved to Berlin in 2008. Since then, he has devoted himself first of all to the production of fine art photography.

All his photographic work centres on the question of what it means to be human in contemporary society. In early series he confronted the viewer with different and sometimes extreme physical expressions of individual selfhood. But the oversized images also thematise human longing for intimate relationships. The physicality of the human body is the landscape into which our searches for and struggles over human identity and selfhood are inscribed. The struggles of fellow human beings for dignity and recognition, Rock’s powerful images remind us, are always part of our own.

Rock’s most recent work continues to visually explore what it means to be human in today’s global world. But his approach moves away from the physical body to material objects. What role does material culture play in who we think we are, he asks? Is there a meaning to the physical world that goes beyond its materiality, its mere use value? Rock is inspired by the old genre of vanitas still-lives which first emerged during the Golden Age of Dutch and Flemish culture but gives it a fresh and rather surprising meaning.

In 2018 Rock was invited to the NORDART to present his large-format series, «The I and the Other» (14 images). At the NORDART in 2019 the 11 images of his series «Julia» were exhibited in a room exclusively dedicated to his work. In the same year his latest work, the 12 still-lives of the «Vanitas» series, were shown in the castle Wolfshagen and a selection in the Gallery W in Osnabrück.

Markus Rock wurde 1962 in Solingen/Deutschland geboren. Er arbeitete als Maskenbildner, Stylist und Produktionsdesigner, bevor er begann, die Fotografie als sein bevorzugtes Ausdrucksmedium zu nutzen. Nach 25 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit internationalen und hochkarätigen Kunden wie Vivien Westwood, Harper’s Bazaar, Madame, Levis, MTV und Sony Music in San Francisco, München, Paris und Barcelona, kehrte Rock der Welt der Mode und Medien den Rücken und zog 2008 nach Berlin. Seitdem widmet er sich vor allem der Kunstfotografie. 

Im Zentrum seines fotografischen Werkes steht die Frage, was es bedeutet, heute Mensch zu sein. Frühe Serien konfrontierten den Betrachter mit unterschiedlichen, zum Teil extremen Ausdrucksformen individueller Körperlichkeit. Gleichzeitig aber thematisieren diese überdimensionalen Bilder auch die Sehnsucht nach emotionaler Nähe und bedeutungsvollen zwischenmenschlichen Beziehungen. Der menschliche Körper, so Rocks Arbeitsthese, ist eine Landschaft, in welche die täglichen Kämpfe um menschliche Identität, um Würde und Anerkennung, eingeschrieben werden. Rocks Bilder berühren den Betrachter deshalb so stark, weil sie uns zwingen, uns daran zu erinnern, dass die Auseinandersetzungen um das Menschsein, die wir bei ›dem Anderen‹ beobachten, immer Bestandteil unserer eigenen Identitätssuche sind. 

In seinem jüngsten Werk setzt sich Rock besonders mit der Frage auseinander, was es bedeutet, sich in der heutigen Konsumgesellschaft als Mensch zu behaupten. Aber sein visueller Ansatz bewegt sich weg vom Körper hin zu den materiellen Objekten der Alltagskultur. Welche Rolle spielt die Welt der Dinge in unserem Verständnis von Menschsein? Haben sie eine Bedeutung, die über ihre bloße Materialität, ihren Gebrauchswert, hinausgeht? Rock ist diesbezüglich von den Vanitas-Stillleben inspiriert, ein Genre in der Malerei, das erstmals im Goldenen Zeitalter der niederländischen und flämischen Kultur auf kam. Seine Neuinterpretationen sind überraschend und oft amüsant. Nachdenklich machen sie den Betrachter alle. 

2018 wurde Rock zur NORDART eingeladen, um seine großformatige Serie »Das Ich und das Andere« (14 Bilder) zu präsentieren. Bei der NORDART 2019 wurden die 11 Bilder seiner Serie »Julia« in einem ausschließlich seinem Werk gewidmeten Raum ausgestellt. Im gleichen Jahr wurden seine neuesten Arbeiten, die 12 Stillleben der Serie »Vanitas«, im Schloss Wolfshagen und eine Auswahl in der Galerie W in Osnabrück gezeigt.